Wenn du diese Lebkuchen backen willst, musst du schon im FRÜHJAHR (!) beginnen, denn ein wichtiger Bestandteil des Rezepts ist Löwenzahnblütenhonig. Du brauchst dann im Advent für ein Blech:
- 100g Löwenzahnblütenhonig
- 200g Agavensirup
- 150g Rübenzucker
- 50g vegane Margarine
- 1 Prise Salz
- 1/8 l Espresso
- 500g 630er Dinkelmehl
- 17g Backpulver
- 8g Natron
- 5g Lebkuchengewürz bestehend aus 50% Zimt und je 12,5% Gewürznelken, Piment, Koriander und Kardamom
- 1 EL Stärke (z.B. Mais oder Kartoffel)
- 20g Mandeln (ganze, oder aber fertig gekaufte Mandelblättchen / -splitter)
So gehst du vor:
1. Zunächst musst du im Frühjahr Löwenzahnblütenhonig herstellen. Dafür brauchst du:
- 150g Löwenzahnblüten (voll aufgeblüht, ohne Stengel und grüne Kelchblätter)
- 0,5l Wasser
- 500g Rübenzucker
- 1/2 Biozitrone (abgeriebene Schale und Saft)
Zunächst die Blüten von allen grünen Teilen befreien. Koche die Blüten 15 Minuten im Wasser. Vom Herd nehmen. Füge Zitronensaft und -schale hinzu. Lasse alles über Nacht bei geschlossenem Deckel gut durchziehen. Gieße am nächsten Tag die Masse durch ein Sieb und presse dabei die Blüten gut aus. Koche die Flüssigkeit mit dem Zucker unter ständigem Rühren immer wieder auf und lasse sie immer wieder abkühlen, bis sie honigartig zähflüssig wird. Ich teste die richtige Konsistenz so: mit einem Teelöffel etwas heiße Flüssigkeit entnehmen, auf einen Untersetzer legen und in den Kühlschrank tun. Nach fünf Minuten schauen, wie zähflüssig die Masse ist. In kleine Gläser füllen, im Kühlschrank aufbewahren. Ist der Honig zum Servieren evtl. doch zu zäh geworden, einfach bei 75°C im Ofen mit etwas Wasser wieder schmelzen. Wichtig ist natürlich, dass du den Honig nicht im Laufe des Sommers komplett aufisst, sondern genügend für die Adventszeit übrig lässt :-).
2. Mandeln blanchieren. Da es wesentlich billiger ist, kaufe ich im allgemeinen die ganzen Mandeln mit der braunen Haut. So kriegst du sie ab: Gib sie zwei Minuten in kochendes Wasser (oder koche sie einfach zusammen mit dem Wasser auf). Danach in ein Sieb abgießen. Es hat sich jetzt zwischen Haut und Kern Wasser gesammelt, und die Haut geht ganz leicht ab. In den Häcksler des Zauberstabs geben und grob zerkleinern.
3. Lebkuchengewürz herstellen. Wenn du nicht alles als Pulver gekauft hast, musst du so wie ich die Zutaten im Mörser zu Pulver zerreiben.
4. Agavensirup, Löwenzahnblütenhonig, Zucker, Margarine, Salz und Espresso in einem Topf erwärmen, bis alles flüssig ist und der Zucker sich aufgelöst hat. Auf Handwärme abkühlen lassen.
5. Backofen auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen. Mehl, Stärke, Natron, Backpulver und deine Gewürzmischung kurz in einer Schüssel vermischen und zu der handwarmen Sirupmasse in den Topf geben. Mit dem Handmixgerät gut verrühren. Die Masse aufs Backblech geben, mit einem Löffel gleichmäßig verteilen und mit den Mandelsplittern (oder -blättchen) verzieren. Ca. 40 Minuten backen. Mit einem Stäbchen testen, ob der Kuchen fertig ist: Es darf nach dem Reinstechen nichts am Stäbchen kleben bleiben.
6. Den noch sehr warmen Kuchen in die gewünschten Stücke schneiden, so geht’s am leichtesten. Alles, was du nicht sofort isst, in Keksdosen aufbewahren. Schmeckt ähnlich wie Honigkuchen und ist auch lecker mit Margarine bestrichen.