Magische Weihnachten Advent,Musik Louis Wishes You a Cool Yule

Louis Wishes You a Cool Yule

Wenn man wie ich Jazz (neben Weltmusik) mag und dazu die tiefe, rauhe Stimme Satchmos liebt, kommt man an dieser CD des Labels Verve Records aus dem Jahre 2022 nicht vorbei.

Wie es auf der Webseite http://www.allaboutjazz.com (in englischer Sprache) heißt, ist diese CD etwas ganz Besonderes:

„Viele Jazzfans verabscheuen Weihnachtsalben, die sich oft durch billige Sentimentalität und aufgesetzte Fröhlichkeit auszeichnen. Wenn einem der Eierpunsch nicht den Magen umdreht, dann tun es die kitschig-jazzigen Weihnachtslieder. Doch Louis Armstrongs „Louis Wishes You A Cool Yule“ bildet eine Ausnahme.

Armstrong selbst war eine Ausnahmeerscheinung. Wie Duke Ellington bemerkte: „Er wurde arm geboren, starb reich und hat dabei nie jemandem geschadet.“ Man bedenke auch Folgendes: Armstrong rauchte fast täglich Cannabis, doch abgesehen von einer kleinen Auseinandersetzung mit der Polizei geriet er weder in den USA noch in einem der anderen cannabisfeindlichen Länder, in denen er tourte, oder an den vielen Grenzübergängen, die er im Laufe seines Lebens passierte, jemals ins Visier der Behörden. Sicherlich schützte ihn sein Ruhm bis zu einem gewissen Grad, ebenso wie seine Diskretion, aber auch die positive Ausstrahlung, die er verbreitete, spielte eine Rolle.

Überraschenderweise ist „Louis Wishes You A Cool Yule“ Armstrongs erstes Weihnachtsalbum überhaupt, obwohl einige seiner Aufnahmen schon seit Jahrzehnten auf Weihnachtskompilationen zu finden sind. Die elf Titel umfassen sechs Singles aus den 1950er-Jahren, darunter „Cool Yule“, „Christmas Night in Harlem“ und das beschwingte „’Zat You, Santa Claus?“. Es gibt zwei Duette: mit Velma Middleton „Baby, It’s Cold Outside“ und mit Ella Fitzgerald „I’ve Got My Love to Keep Me Warm“. Natürlich darf auch „What A Wonderful World“ nicht fehlen, ein Lied, das selbst inmitten eines grausamen Krieges in der Ukraine und der Bedrohung des Überlebens der Menschheit durch den Klimawandel Hoffnung schenkt. Armstrong ließ jeden Tag wie Weihnachten erscheinen, und seine Musik tut es noch immer.“

Die CD enthält auch Live-Aufnahmen und endet mit einer kleinen Lesung Armstrongs: „A Visit from St. Nocholas“, geschrieben von Clement Clarke Moore.

Abschließende Bemerkung: Ob er wirklich niemandem geschadet hat, sei dahingestellt (welcher Mensch hat niemandem je Schaden zugefügt?). Er hatte auf jeden Fall vier Frauen: Daisy Parker, Lillian Hardin, Alpha Smith und Lucille Wilson.

Die CD ist hier erhältlich.

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