Dies ist meine allerliebste Weihnachtslieder-CD, denn sie kommt völlig unkitschig und unsentimental daher. Die Berliner Feministinnen (ihr Logo enthält im „q“ das Frauenzeichen) singen a capella, nur ab und an begleitet von zwei Perkussionist*innen. Von den damals (d.h. 2005) fünf Frauen ist heute nur noch Bettina Stäbert Mitglied des Ensembles, aber es sind neue Frauen dazugestoßen. Näheres hier.
Kykellia ist eine magische Weltmusik-CD, die u.a. lettische, maorische, katalanische, bolivische, sefardische und norwegische Lieder enthält. Umrahmt wird dies alles von dem thüringischen Weihnachtslied „Maria durch ein‘ Dornwald ging“.
Das Begleitheft bezieht sich weniger auf Weihnachten, denn auf die Rauhnächte. Kykellia selbst ist ein altägyptisches Fest: Am 25. Dezember wurde dort die Geburt des Lichtgottes Horus gefeiert, der von der Muttergöttin Isis in der Finsternis geboren wurde, um den getöteten Fruchtbarkeitsgott Osiris wieder zum Leben zu erwecken. Mit ihrem Baby auf dem Schoß wurde sie zum Vorbild der Mariendarstellungen mit dem Jesuskind. Kykellia dauerte zwölf Tage und endete – wie unsere Rauhnächte – am 6. Januar. Mit der Christianisierung gelangte es in die ganze Welt. Auch dazu, wie aus den drei (vorchristlichen) heiligen Frauen die Drei Heiligen Madln Katharina-Margareta-Barbara wurden (K*M*B, wie es im Katholischen mit Kreide auf den Türen steht), geben sie einen Kommentar ab. Mehr dazu findest du auch in Wikipedia hier.
Und die wirklich wunderbare CD kannst du u.a. hier kaufen.