Schneekugeln

Schneekugeln wurden Ende des 19. Jahrhunderts von dem Wiener Erwin Perzy I. in der heutigen Form erfunden. Er experimentierte mit einer Schusterkugel, und um stärkeres Licht zu bekommen, fügte er dem Wasser verschiedene Stoffe zu, die das Licht reflektieren sollten. Als er Grieß nahm, erinnerte ihn der Effekt an Schneefall – und so war die Schneekugel geboren.

1900 gründete er die Wiener Schneekugelmanufaktur, die auch heute noch existiert und in Familienbesitz ist. Nach wie vor sind die Kugeln aus Glas statt aus Plastik gefertigt, die weiteren Zutaten sind „österreichisches Hochquellwasser, Kunststoff (70% recycelt) und“, wie mir die Inhaberin Sabine Perzy II auf Anfrage mit einem augenzwinkernden Smiley mitteilte, „unser geheimer Schnee“. Zum Unternehmen gehört auch ein Museum, hier der Link.

Wer Wert auf ein Kunstwerk legt, dem sei das Duo Walter Martin & Paloma Munoz ans Herz gelegt. Von ihnen stammt das Beitragsbild, Sleepwalker, aus dem Jahre 2019. Die beiden sind „Clowns of Climate Change“ und bauen neben Schneekugeln dystopische Landschaften oder verbrennen Wachsabdrücke ihrer Körper als Kerzen. Es ist eine magische Welt, die sie zeigen – aber keine für kleine Kinder, denn ein Happy End scheint es nicht zu geben. Und Vorsicht: Drei ihrer Schneekugeln, darunter die obige, stehen derzeit (Jan. 2026) zum Verkauf – zum stolzen, aber angemessenen Preis von 1.800 US $ pro Stück! Wenn du in ihre Welt eintauchen willst, findest du den Link hier.

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